Einblick in ein Shopware-Plugin
Eine technische Fallstudie mit neun isolierten Resolver-Prüfungen.
Shopware 6 · Praktischer Leitfaden
Ein praktischer Ablauf zur Auswahl des Weiterleitungsziels, zur Einrichtung von Product 404 Redirects und zur Prüfung der tatsächlichen HTTP-Antwort. Für Shopware-6-Storefronts.
Ein Produkt, das wieder lieferbar sein wird, profitiert meist davon, seine nützliche Produktseite zu behalten. Erklären Sie die Verfügbarkeit, zeigen Sie Alternativen und behalten Sie die Adresse. Die dauerhafte Entfernung ist eine andere Entscheidung: Was soll jemand über den alten Link finden?
Ein direkter Nachfolger kann besser passen als eine ganze Kategorie. Eine relevante Kategorie hilft, wenn sie denselben Kaufbedarf abdeckt. Gibt es kein sinnvolles Ziel, kann eine korrekte Antwort für eine nicht vorhandene Seite angemessen sein.
| Produktsituation | Möglicher Ansatz | Was zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Vorübergehend nicht verfügbar | Die nützliche Produktseite behalten | Verfügbarkeit, Alternativen und stabile URL |
| Dauerhaft entfernt, relevantes Ziel vorhanden | Eine gezielte dauerhafte Weiterleitung | Die Zielseite erfüllt denselben Bedarf |
| Dauerhaft entfernt, kein sinnvoller Ersatz | Eine korrekte 404- oder 410-Antwort | Hilfreiche Navigation ohne irreführende Weiterleitung |
Shopwares SEO-Einstellungen steuern URL-Vorlagen und das Weiterleitungsverhalten bei geänderten SEO-URLs. Eine alte Adresse für ein vorhandenes Produkt und die Adresse eines gelöschten Produkts benötigen unterschiedliche Behandlung. Ein Neuaufbau des SEO-Index aktualisiert URLs; er stellt kein gelöschtes Produkt wieder her und wählt keine passende Alternative für den Kunden.
Notieren Sie die vollständige alte Adresse mit Domain und gegebenenfalls Sprachpfad. Bei mehreren Verkaufskanälen beschreibt ein Pfad allein die Situation nicht unbedingt vollständig. Die Plattformoptionen erklärt Shopwares Dokumentation zu den SEO-Einstellungen.
Das Plugin erfasst Produkt-URL und Kategorieinformationen rund um den Löschvorgang und speichert Regeln nach erfolgreichem Löschen. Die aktuelle Löschverarbeitung überspringt Headless-Kanäle und Einträge ohne geeignete Kategorie-URL. Auch nach der Installation bleibt die Zielprüfung notwendig.
Das Plugin sucht zuerst nach einer gespeicherten Weiterleitungsregel, danach nach verfügbaren gelöschten SEO-URL-Einträgen und älterer Slug-Historie. Die Zuordnung hängt davon ab, welche Daten noch vorhanden sind und ob sich ein brauchbares Ziel bestimmen lässt.
Führen Sie eine eigene Liste ungeklärter URLs aus Search Console, alten Kampagnenlinks oder Katalogexporten. Prüfen Sie diese Adressen einzeln. Eine alte URL ohne verwertbare Daten erhält nicht automatisch eine passende Kategorie-Weiterleitung, nur weil das Plugin installiert ist.
Testen Sie die tatsächlichen Storefront-Domains, Sprachpfade und Ziele. Prüfen Sie beispielsweise, ob eine deutsche Produktadresse in der vorgesehenen deutschen Storefront bleibt und die Kategorie dort erreichbar ist. Storefront-Verhalten deckt ein individuelles Headless-Frontend nicht automatisch ab.
Testen Sie außerdem ein aktives Produkt, eine vorhandene Shopware-Weiterleitung und einen völlig unbekannten Pfad. Damit erkennen Sie Regeln, die zu viel erfassen. Der Resolver des Plugins gibt bereits von Shopware aufgelösten Routen und vorhandenen kanonischen Zielen Vorrang.
Beginnen Sie mit der alten Produktadresse im kostenlosen Werkzeug unten. Bei einer beabsichtigten dauerhaften Weiterleitung achten Sie auf eine 301-Antwort und das vorgesehene Ziel. Eine abschließende 200-Antwort bestätigt eine erfolgreiche Serverantwort; Relevanz und Inhalt der Zielseite müssen Sie weiterhin prüfen.
Eine Weiterleitungskette, eine temporäre Antwort oder die Startseite als Ziel verdient eine Prüfung im Zusammenhang. Eine 403- oder 429-Antwort kann bedeuten, dass die Zielseite automatisierte Anfragen blockiert. Browser-JavaScript, Seiteninhalt und Canonical-Tags liegen außerhalb dieses HTTP-Checks.
Keine Weiterleitung: Prüfen Sie Plugin-Konfiguration, aktivierte Regel, genauen Quellpfad, historische Daten und Verkaufskanal. Berücksichtigen Sie auch andere Erweiterungen und Shopwares SEO-Verhalten.
Falsches Ziel: Prüfen Sie das gespeicherte Ziel und die Verfügbarkeit seiner Kategorie in der richtigen Storefront. Kontrollieren Sie Fallback-Einstellungen und Regeln außerhalb des Plugins.
Mehrere Weiterleitungen: Verfolgen Sie jeden Schritt und entfernen Sie unnötige Zwischenziele, soweit Sie die Regeln verwalten. Verwenden Sie das endgültige Ziel für interne Links.
Unterschied zwischen Browser und Werkzeug: Vergleichen Sie Cookies, Anmeldung, Standort, Bot-Schutz und JavaScript-Verhalten. Das Werkzeug stellt eine unabhängige Anfrage von diesem Server.
Prüfen Sie alte Adressen, die weiterhin aufgerufen werden, und die Nützlichkeit ihrer Ziele. Die Aufrufzahlen der Regeln zeigen Aktivität; sie messen weder zurückgewonnenen Umsatz noch erhaltene Google-Positionen.
Die aktuelle Version verwendet standardmäßig 30 Tage Aufbewahrung für Weiterleitungsprotokolle mit geplanter Bereinigung. Das ist von den Regeln selbst getrennt. Prüfen Sie im Betrieb Ihre Aufbewahrungseinstellung und die Verarbeitung geplanter Aufgaben.
Geschrieben vom Entwickler von Product 404 Redirects. Das Produktverhalten wurde mit Version 1.0.11 und dem offiziellen Store-Changelog abgeglichen. Die Beispiele dienen zur Veranschaulichung; prüfen Sie Antwort und Ziel in Ihrer eigenen Umgebung.
Nennen Sie Ihre Shopware-Version, die relevanten Verkaufskanäle und die konkrete Aufgabe. Dann können wir den nächsten Schritt eingrenzen.